Jazzclub Augsburg
Herbert Heiner - jazzpixel.de

Entstehungsgeschichte

Die Gründung des Jazzclub Augsburg e.V. beruht auf jahrzehntelang beklagten Missständen seitens der aktiven Künstler/innen und Jazzinteressierten im Raum Augsburg*. Im Wesentlichen lassen sich diese Defizite zwei Ebenen zuordnen:

  1. Außenperspektive: Die Außenwahrnehmung Augsburgs ist trotz der vorhandenen künstlerischen Vielfalt, des hohen kreativen Potenzials und zahlreicher (inter-)national tätiger und ausgezeichneter Jazzmusiker/innen nur auf wenige Personen und ein einzelnes Festival beschränkt. Dies entspricht weder der Vielgestaltigkeit noch der kreativen Leistungsfähigkeit der lokalen Szene.
  2. Innenperspektive: Musiker/innen sowie Jazz-Interessierte beklagen in der drittgrößten Stadt Bayerns mehrfach und über viele Jahre das Fehlen von Vernetzungsstrukturen, Informationsplattformen, Nachwuchsförderprogrammen, örtlicher Zugehörigkeit zu einem Jazzclub etc. Die wenigen bestehenden Konzertorte sind nicht vernetzt und werden nicht regelmäßig bespielt.

Aus diesen Gründen entstand auf Initiative von Dr. Daniel Mark Eberhard und Sascha Felber 2010 die Idee der Gründung eines Augsburger Jazzvereins. Damit sollte dem kollektiven Wunsch nach innerer Vernetzung und Transparenz sowie der Verbesserung der Außendarstellung des bedeutsamen Jazzstandortes Augsburg Rechnung getragen werden. Die Gründungsversammlung des Jazzclub Augsburg e.V. fand am 02. Mai 2011 unter Anwesenheit von 20 Personen statt.

Von stetigem Mitgliederzuwachs erhoffen sich die ehrenamtlich Aktiven die Beseitigung der geschilderten Missstände und Unterstützung bei der Umsetzung ihrer zahlreichen, gemeinnützigen Zielsetzungen.

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* Öffentlich formuliert wurden diese Missstände u.a. zuletzt von Uta Leidenberger unter dem Titel „Wo spielt der Jazz in Augsburg?“ in der Augsburger Allgemeinen vom 11. Juli 2006. Bereits 1992 äußerte sich Prof. Joe Viera (Quelle: „Jazz – Musik unserer Zeit“. Schaftlach: Oreos Verlag) ähnlich kritisch über Augsburg. 2003 wiederholte er in anderem Zusammenhang diese Kritik und sprach in einem Fernseh-Interview von Augsburg als „weißem Fleck auf der Jazz-Landkarte“. Das Informationsangebot des Jazzinstituts Darmstadt über „Jazz in Augsburg“ bestätigt diese Aussage.